Eine Bandage/ Orthese bei RSI-Beschwerden

Wir alle sitzen, sowohl aus beruflichen als auch privaten Gründen, immer häufiger und länger vor unseren Computern. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass jedes Jahr bei Millionen von Menschen Beschwerden im Zusammenhang mit RSI auftreten. Im Regelfall handelt es sich dabei um eher harmlose Beschwerden, die nach ein paar Tagen Ruhe wieder verschwinden. Es gibt aber auch extremere Fälle, in denen Betroffene gleich für einige Monate die normale Kraft und Beweglichkeit in ihren Händen verlieren.

Mehr als verständlich, dass die entsprechend Erkrankten Ihre RSI-Beschwerden schnellstmöglich wieder loswerden möchten. Bevor wir uns damit befassen, wie diese unangenehmen Probleme behandelt und beseitigt werden können, möchten wir Ihnen zunächst erklären, um was es sich bei RSI überhaupt handelt und warum dieser Begriff in der medizinischen Welt inzwischen immer weniger verwendet wird. Darüber hinaus möchten wir Ihnen auch erklären, wie eine Bandage Ihre Beschwerden reduzieren kann und wie Sie die für Sie richtige Bandage/ Orthese auswählen können.

RSI Kurzbeschreibung

RSI steht für "Repetitive Strain Injury", übersetzt bedeutet dies "wiederholte Verletzungen durch Überbeanspruchung". RSI-Beschwerden entstehen demnach also durch wiederholte Über- und Fehlbelastung, wie sie z. B. durch Computerarbeit oder gleichförmige Arbeitstätigkeiten am Fließband auftreten. Eine Bandage/ Orthese kann diese Beschwerden lindern, indem sie bestimmte, besonders belastende, Bewegungen begrenzt, so dass das Gelenk zur Ruhe kommen und wieder heilen kann. Darüber hinaus kann eine Orthese sicherstellen, dass Ihr Gelenk zu seinem natürlichen Bewegungsablauf zurückfindet und weitere Fehlbelastungen so vermieden werden können.

RSI-Beschwerden treten hauptsächlich in den Händen, im Ellbogen, im Bereich der Schultern und des Nackens auf. Anders als das Kürzel RSI uns weiß macht, handelt es sich dabei aber nicht immer um Verletzungen, sondern vielmehr um eine Überlastung der betroffenen Muskeln, die aufgrund der so entstandenen Probleme nicht mehr richtig funktionieren. Doch auch wenn es sich dabei nicht um wirkliche Verletzungen handelt, benötigen die betroffenen Gelenke Zeit, um sich von ihrer Über- oder Fehlbelastung zu erholen. Darüber hinaus wird das Kürzel RSI häufig auch für schmerzhafte Beschwerden im Zusammenhang mit einer fehlerhaften Körperhaltung verwendet, wobei in diesen Fällen das Problem eher in Bewegungsmangel und einem fehlenden, körperlichen Ausgleich für dauerhaft gleiche Belastungsmuster liegt.

Damit ist RSI über die Jahre zu einem eher indifferenten Sammelbegriff für eine Vielzahl von Beschwerden geworden, der in der medizinischen Welt inzwischen mehr und mehr von der Bezeichnung "arbeitsbedingte Muskel-Skelett-Störung" (WMRSD) ersetzt wird. Ein Begriff, der vor allem jobbedingt auftretende, körperliche Beschwerden umfasst.

Wofür steht CANS?

Ein weiterer Begriff, der RSI ablösen sollte, ist die, im Oktober 2015 von einer Expertengruppe entwickelte Bezeichnung CANS, die, aus dem Englischen übersetzt, für Beschwerden an Armen, Hals und/ oder Schultern steht.

Da dieser Begriff von Verbrauchern aber kaum verwendet wird, werden wir im Folgenden weiterhin die Bezeichnung RSI verwenden.

Was deckt die Bezeichnung RSI ab?

Wie bereits weiter oben erwähnt, ist RSI ein Sammelbegriff für Beschwerden im Bereich von Armen, Nacken und Schultern, die nicht infolge eines Unfalls oder einer degenerativen Erkrankung wie Rheuma und Arthrose entstanden sind. RSI-Beschwerden werden in spezifische und unspezifische Symptome unterteilt. Insgesamt unterscheidet man zwischen 23 spezifischen RSI-Beschwerden. Einige, weit verbreitete sind:

  • Tennisarm
  • Golfarm
  • Karpaltunnelsyndrom - Bitte klicken Sie hier für weiterführende Informationen
  • Fingerversteifungen/ -Blockaden.
  • Blockierte Schulter.

Unspezifische Beschwerden sind Probleme, die nicht eindeutig in eine der 23 Kategorien der spezifischen Beschwerden fallen.

RSI-Beschwerden schnellstmöglich und nachhaltig behandeln

RSI wird durch ständig wiederkehrende, monotone Bewegungen und dauerhafte Fehlbelastungen verursacht. Um diese Ursachen in den Griff zu bekommen und eine nachhaltige Genesung einzuleiten, sollten Sie Ihre täglichen Aktivitäten sorgfältig beobachten und auf mögliche Fehl- und/ oder Überlastungen und eine fehlerhafte Körperhaltung hin überprüfen.

Gönnen Sie Ihrem Gelenk Ruhe

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Ihre Beschwerden durch Überlastung verursacht werden, verschaffen Sie dem betroffenen Gelenk zunächst eine angemessene Erholungspause. Falls Sie also beispielsweise nach einem langen Tag vor dem Computer Probleme haben sollten, reduzieren Sie Ihre Arbeitszeit entsprechend und tippen Sie weniger, um so das betroffenen Gelenk zu entlasten.

In schwereren Fällen könnte es sein, dass Sie das Gelenk möglicherweise für eine Weile überhaupt nicht mehr nutzen können. Zumeist reicht es jedoch aus, dem Gelenk mehr Ruhe zu gönnen und es gegebenenfalls durch das Tragen einer entsprechenden Bandage zu entlasten. Besprechen Sie dies am besten mit Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten.

Legen Sie Pausen ein

Wenn Ihre RSI-Beschwerden noch nicht gravierend sind, reicht es manchmal aus, während Ihrer Tätigkeit einfach mehr Pausen einzulegen. So können Sie Ihre Belastung selbst steuern und möglicherweise eine Verschlimmerung Ihrer Beschwerden noch verhindern.

Stellen Sie sicher, dass Ihre Körperhaltung stimmt

Unser Körper funktioniert am besten, wenn er so belastet wird, wie von der Natur vorgesehen. Die entsprechende, natürliche Position ist die, die Ihr Körper einnimmt, wenn Sie mit gesenkten Armen vollkommen aufrecht stehen. Diese Haltung ist am besten für unsere Gelenke, belastet den Körper am wenigsten und wird auch als neutrale Haltung bezeichnet.

Ein gutes Beispiel für ein klassische Art von Fehlbelastung ist der sogenannte Maus-Arm. Die meisten Computer-Mäuse zwingen Sie, bei deren Bedienung eine unnatürliche Position einzunehmen und Ihre Hand um eine viertel Umdrehung zu verwinden, um die Maus zu bedienen. Für einen kurzen Zeitraum ist das für die meisten Menschen kein Problem. Für Menschen, die allerdings den ganzen Tag so arbeiten müssen, kann das jedoch schmerzhafte Folgen haben. Ergonomische Mäuse weisen deshalb eine entsprechende Abschrägung auf, die Ihrer Hand das Arbeiten in einer natürlicheren Position ermöglicht und so hilft, Probleme durch Fehlbelastungen zu vermeiden.

Doch auch andere Gelenke können aufgrund einer unnatürlichen Haltung Beschwerden verursachen. Schon kleine Anpassungen Ihrer Arbeitsumgebung können hier große Unterschiede machen, die sich positiv auswirken können. Versuchen Sie also einmal, sich selbst zu beobachten und Haltungsfehler, etwa durch qualitativ schlechte Büromöbel und ein un-ergonomisches Arbeitsumfeld zu vermeiden

Wie eine Bandage Beschwerden, die durch wiederholte Überlastung entstehen, lindern kann

Bei vielen RSI-Beschwerden wird eine Bandage eingesetzt, weil sie ein wirksames und unkompliziert verwendbares Mittel ist, um Ihnen das Überwinden schmerzhafter Probleme zu ermöglichen, ohne Sie nennenswert in Ihren Alltags-Aktivitäten einzuschränken. Sie stützt und entlastet Ihr Gelenk und korrigiert mögliche Fehlbelastungen, die sich über Jahre eingeschlichen haben können.

Grenzen Sie schmerzhafte Bewegungen ein

Bei RSI-Beschwerden am Handgelenk, wie z. B. beim Karpaltunnelsyndrom, wird häufig eine Bandage verwendet, um die damit verbundenen Schmerzen durch Führung und Entlastung zu lindern. Da wir unser Handgelenk den ganzen Tag über mehr oder weniger durchgehend benutzen, kann sich dieses kaum einen Moment entspannen. Darum schränkt eine Bandage das Handgelenk in seiner Bewegungsfreiheit gezielt ein, oder stellt es vollständig ruhig, um es optimal zu schonen, ohne Ihre Bewegungsfreiheit dabei unnötig einzuschränken.

Bandagen, die die Bewegungsfreiheit Ihres Gelenks vollständig einschränken, werden als starre oder Immobilisierungs-Orthesen bezeichnet. Diese Art von Bandagen sorgt dafür, dass Sie keine Bewegungen mehr ausführen, die weitere Schmerzen auslösen könnten. So kann sich Ihr Gelenk  entspannen und heilen. In einigen Fällen muss die Bewegung nur in eine Richtung begrenzt werden, um dem Gelenk Gelegenheit zu geben sich zu entspannen. Hier wird dann im Normalfall eine halbstarre Bandage verwendet.

Klicken Sie hier, um weitere Informationen zu den verschiedenen Arten von Bandagen/ Orthesen zu erhalten.

Richtige Haltung

Es dürfte klar sein, dass es am besten ist, sich möglichst aufrecht und entspannt zu bewegen. Tut man das nicht, befinden sich Ihre Wirbel nicht in der richtigen Position, was langfristig zu massiven muskulären Verspannungen, krankhaften Abnutzungserscheinungen und schliesslich zu starken Schmerzen führen kann. Um das zu vermeiden tragen Menschen, die unter einer fehlerhaften Körperhaltung leiden, ein sogenanntes Schulterband oder eine Schulterbandage, die die Schultern nach hinten zieht und Ihre Haltung so korrigiert. Diese Bandagen werden darum häufig auch als Haltungskorrekturbandagen bezeichnet.

Einige, wie die oben beschriebene Schulterbandage, zwingen Ihren Körper in die richtige Position, um Fehlbelastungen zu vermeiden. Es gibt aber auch Bandagen mit flexiblen, aber stabilisierenden Elementen, die es ermöglichen, sich weiterhin mehr oder weniger frei zu bewegen. Die darin integrierten, flexiblen Stabilisatoren bringen Ihr Gelenk jedoch dazu, eine richtige, weil natürliche Haltung einzunehmen. In vielen Fällen nehmen Sie allerdings auch einfach eine falsche Haltung ein, ohne es überhaupt zu bemerken. Ein gutes Beispiel ist die vielfach falsche Sitzhaltung, die wir einnehmen, weil wir auf ungeeigneten Stühlen sitzen. Hier können die flexiblen Stabilisatoren als Haltungserinnerung dienen und uns dazu animieren, gerade und aufrecht zu sitzen und einen Rundrücken zu vermeiden.

Klicken Sie hier, um mehr über die verschiedenen Teile einer Bandage zu erfahren.

Die Auswahl der richtigen Bandage

Bandagen werden zur Behandlung vieler unterschiedlicher Beschwerden eingesetzt. Daraus folgt eine unglaubliche Auswahl verschiedenartigster Produkte, die es schwierig macht, eine gute, weil richtige Wahl zu treffen - was jedoch für einen raschen und nachhaltigen Behandlungserfolg von entscheidender Bedeutung ist. Um Ihnen diese Auswahl zu erleichtern, haben wir von Thuasne den CareFinder entwickelt, der Ihnen nach Beantwortung einiger, kurzer Fragen sofort Vorschläge für ein bis drei Bandagen anbietet, die am besten zu Ihren Beschwerden passen. Klicken Sie hier, um es einfach mal zu probieren.

Wie Sie RSI-Beschwerden verhindern können

Wenn Sie bereits einmal von RSI-Beschwerden betroffen waren, möchten Sie sicher erneute Probleme dieser Art vermeiden. Sollte sich, seit Ihrer ersten Erkrankung an Ihrer Situation nichts wirklich geändert haben, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die gleichen oder ähnliche Beschwerden erneut auftreten, sobald Sie Ihre Bandage nicht mehr tragen und wieder in alte Muster verfallen.

Ändern Sie alte Gewohnheiten und schädliche Aktivitäten

RSI-Beschwerden entstehen, weil Sie Ihr Gelenk lange Zeit belasten oder in der falschen Position sitzen. Darum ist es immer vorteilhaft, falls möglich, monotone Arbeitsabläufe zu variieren und regelmäßig Pausen einzulegen. So wird Ihr Gelenk nicht ständig auf die gleiche Weise belastet und zwischendurch geschont und entspannt. Es ist auch hilfreich, alle Stunde kurz aufzustehen und umherzugehen, um sich einen Kaffe zu kochen oder kurz frische Luft zu schnappen. Diese kurzen Unterbrechungen können auf lange Sicht einen großen Unterschied machen und helfen Rückfälle zu vermeiden.

Sorgen Sie für ein komfortables und gutes Arbeitsumfeld

Es ist nicht immer möglich, eine Arbeit so abwechslungsreich wie gewünscht zu gestalten. Sollten Sie also unvermeidlich überwiegend in einer Position verharren müssen, ist es wichtig, dass Sie dabei eine möglichst bequeme und natürliche Haltung einnehmen. Einige einfache aber effektive Anpassungen, die Sie sich vornehmen können, sind:

  • Ein bequemer und ergonomisch richtig gestalteter Bürostuhl mit guten Einstellmöglichkeiten.
  • Ein Sitz-Steh-Schreibtisch.
  • Eine ergonomische Maus und Tastatur.

Mehr Informationen

Sollten Sie gern mehr darüber erfahren wollen, wie eine Bandage Ihre Beschwerden lindern kann, lesen Sie einen unserer weiterführenden Artikel bzw. Erfahrungsberichte zu den Themen:

Quellen: