Was tun bei Schmerzen in Fingern und Handgelenk

Die Hand besteht aus einer Vielzahl unterschiedlicher Knochen und Gelenke, die durch ein komplexes System aus Bändern, Sehnen und Muskeln miteinander verbunden sind. Unsere Hände sind vergleichsweise filigran aufgebaut, täglich von morgens bis abends in Bewegung und dabei häufig starken Belastungen in Beruf und Sport ausgesetzt. Kein Wunder also, dass jährlich Millionen von Menschen Probleme mit Ihren Handgelenken bekommen. Im nachfolgenden Artikel möchten wir Sie darüber informieren, welche Gelenke davon am häufigsten betroffen sind und welche Möglichkeiten es gibt Schmerzen zu lindern, Ursachen zu bekämpfen und Über bzw. Fehlbelastung erfolgreich vorzubeugen.

Die Anatomie von Fingern und Handgelenk

Der Unterarm besteht aus dem Speichenknochen oder Radius und der Elle oder Ulna. Verbunden wird die Elle mit den Handwurzelknochen durch einen Knorpel - den Discus articularis. An die Handwurzelknochen schließen sich die Mittelhandknochen und dann die Fingerknochen an. Deren Gelenke sind durch Knorpel verbunden und werden von Muskeln und Bänder bewegt.

 

Häufige Beschwerden

Nachfolgend eine Reihe typischer Erkrankungen von Hand und Finger-Gelenken

Arthrose

Von Laien wird die Arthrose oft als das Ergebnis eines, meistens altersbedingten Abnutzungsprozesses betrachtet, wie er zumeist bei Senioren auftritt. Diese Erkrankung schädigt den Knorpel und sorgt für Schmerzen und ein Gefühl von Bewegungseinschränkung. Zur Behandlung von Arthrose stehen eine ganze Reihe unterschiedlicher Behandlungsmethoden, wie beispielsweise spezielle Bandagen, zur Verfügung, über deren Einsatz ein Facharzt entscheidet. Klicken Sie gern hier (Link zu Arthrose Seite) wenn Sie sich für weitere Informationen zum Thema Arthrose interessieren sollten.

Karpaltunnelsyndrom

Das Karpaltunnel-Syndrom tritt hauptsächlich bei schwangeren Frauen oder Menschen ab 50 Jahren auf. Das Karpaltunnel-Syndrom äußert sich vor allem durch Schmerzen oder Kribbeln in den Fingern. Verursacht werden diese Symptome durch einen Nerv, der in der Nähe der Handfläche eingeklemmt ist. Die Gründe dafür liegen vor allem in der Ausführung immer gleicher Bewegungen oder einer mittelfristigen Fehlbelastung der Hand. Hilfe verspricht hier eine entsprechende Bandage. Nachts getragen sorgt sie für spürbare Entlastung, verhindert weitere Fehlbelastung und ermöglicht so eine Beruhigung des überreizten Nervs. Im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung ist aber leider häufig ein operativer Eingriff notwendig.

Rheumatische Arthritis

Diese Erkrankung kann bei Menschen jeden Alters auftreten, wobei Frauen aber vergleichsweise häufiger darunter leiden als Männer. Typische Symptome sind Schmerzen ungeklärten Ursprungs. Bei Rheuma handelt es sich um eine Autoimmun-Erkrankung, die zu Entzündungen der Gelenke führt. Behandelt wird rheumatische Arthritis mit entzündungshemmenden Medikamenten, Schmerzmitteln oder speziellen Aktivbandagen.

Entzündung der Sehnen (Tendinitis)

Diese Erkrankung tritt vor allem bei Erwachsenen über 30 Jahren auf. Symptome sind Schmerzen, ein Gefühl eingeschränkter Beweglichkeit oder Wärme im Gelenk und das Anschwellen einzelner Gelenke. Ursache dieser Probleme ist in den meisten Fällen eine Überlastung des Gelenks. Darum ist es hier besonders wichtig, dass das oder die betroffenen Gelenke genügend Ruhe bekommen, um nachhaltig zu heilen. Eine entsprechende Bandage kann dabei helfen, erneute Über- und/ oder Fehlbelastungen zu vermeiden. Gezielte Bewegung und Physiotherapie helfen dabei, die, das Gelenk umgebende, Muskulatur zu stärken und beweglich zu halten.

Beschwerden nach einem Unfall

Die Hände werden oft instinktiv verwendet, um den Körper während des Sturzes abzufangen, was eine der häufigsten Ursachen für Verletzungen der Hände ist. Die Folgen reichend dabei von Prellungen über Stauchungen und Verletzungen des komplexen Bänder-Apparates bis hin zu, im Einzelfall komplizierten, Brüchen. Bei einfacheren Verletzungen können Kühlpacks Schwellungen zum Abklingen bringen und Schmerzen lindern. Eine entsprechend ausgewählte Bandage kann helfen Bewegungsschmerzen zu vermeiden, und Handgelenk, Daumen oder Finger die benötigte Ruhe und Entspannung zu verschaffen, um den Heilungsprozess zu unterstützen. Sollten Sie nach einem Sturz starke Schmerzen haben oder Ihre Beschwerden nach einigen Tagen nicht nachlassen, sollten Sie in jedem Fall einen Hausarzt aufsuchen.

Wie kann mir ein Ergo- bzw. Handtherapeut helfen?

Da es sich bei der Hand um eine sehr komplexe Einheit von Knochenteilen, Knorpel, Bändern, Sehnen und Muskeln handelt, werden viele Menschen mit massiven Beschwerden an einen spezialisierten Ergo- bzw. Handtherapeuten verwiesen. Die Arbeit eines Ergo- bzw. Handtherapeuten ist gut mit der eines Physiotherapeuten vergleichbar. Ein Ergo- bzw. Handtherapeut analysiert Ihre Symptome und gibt Tipps, wie Sie die betroffene Hand und das Handgelenk am besten schonen können. Darüber hinaus ist ein Ergo- bzw. Handtherapeut auch qualifiziert, entsprechende Aktivbandagen anzupassen und kann Ihnen Übungen empfehlen, damit Sie Ihre Hand gezielt trainieren und in Bewegung halten können, um drohende Versteifungen zu vermeiden.

Orthesen/ Bandagen

Ergo- bzw. Handtherapeuten empfehlen häufig den Einsatz von Aktivbandagen. Sie können dabei aus einer Vielzahl spezialisierter Produkte auswählen, deren Wirkung von der Immobilisierung einzelner Gelenke bis hin zu ganzen Gelenk-Gruppen reicht und immer auf die jeweilige, individuelle Verletzung hin ausgewählt werden sollte. Erste Informationen welche Bandage oder Orthese für Ihre Schmerzsymptome am besten geeignet sein könnten gibt Ihnen der Thuasne CareFinder. (Link CareFinder) - der aber natürlich nicht als Ersatz für eine ärztliche Untersuchung gedacht ist, sondern Ihnen nur als Orientierung dienen soll.

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